Energie statt Erschöpfung – was Unternehmen jetzt verstehen sollten
Der Arbeitsalltag vieler Mitarbeitender ist geprägt von Zeitdruck, hoher Taktung und ständig offenen Aufgaben. Pausen und echte Erholung rücken dabei häufig in den Hintergrund – mit spürbaren Folgen für Gesundheit, Konzentration und langfristige Leistungsfähigkeit.
Homeoffice rechtssicher gestalten: Chancen und Pflichten für Unternehmen im Überblick
Homeoffice ist längst fester Bestandteil der Arbeitswelt.
2025 arbeitete in Deutschland rund ein Viertel der Erwerbstätigen zumindest zeitweise mobil – Tendenz stabil. Gleichzeitig bleibt die rechtliche Lage klar: Einen generellen Anspruch auf Homeoffice gibt es nicht. Die Entscheidung liegt beim Arbeitgeber – ebenso wie die Verantwortung für eine rechtssichere Ausgestaltung.
Bundestariftreuegesetz (BTTG) ist
seit dem 1. Mai 2026 in Kraft
Das neue Bundestariftreuegesetz (BTTG) ist seit dem 1. Mai 2026 in Kraft und bringt spürbare Veränderungen für Unternehmen, die öffentliche Aufträge des Bundes anstreben oder bereits ausführen.
Kernpunkt ist, dass Bundesaufträge ab einem Volumen von 50.000 Euro grundsätzlich nur noch an Unternehmen vergeben werden, die sich zur Einhaltung tarifvertraglicher Arbeitsbedingungen verpflichten. Das gilt unabhängig davon, ob eine Tarifbindung besteht oder nicht.
Steuerfreie Entlastungsprämie beschlossen: Bis zu 1.000 Euro für Beschäftigte möglich
Zur Abfederung gestiegener Energiepreise hat der Bundestag eine neue steuerfreie Entlastungsprämie auf den Weg gebracht. Arbeitgeber können ihren Beschäftigten demnach bis zu 1.000 Euro zusätzlich zum Gehalt auszahlen – ohne Abzüge von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Die Regelung orientiert sich in ihrer Ausgestaltung an der früheren Inflationsausgleichsprämie.
Geplante Anpassungen am Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG)
Das Bundesministerium der Justiz sowie das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend haben Mitte April 2026 einen Referentenentwurf zur punktuellen Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) vorgestellt. Anlass ist unter anderem die notwendige Umsetzung europarechtlicher Vorgaben sowie das 20-jährige Bestehen des Gesetzes.
Moderne Mitarbeitenden-Mobilität
Unternehmen bieten heute vielfältige Mobilitätsleistungen – Dienstwagen, Jobticket, Homeoffice, Fahrradleasing, Mobilitätsbudgets. Doch häufig bleiben Nutzung und Wirkung hinter den Erwartungen zurück: Angebote passen nicht zu den tatsächlichen Bedürfnissen der Beschäftigten, Nachhaltigkeitsziele werden verfehlt, Akzeptanz fehlt.
Reform des Arbeitszeitgesetzes
Die Diskussion um eine Reform des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) gewinnt erneut an Fahrt. Eine vollständige Abschaffung ist aufgrund europäischer Vorgaben zu Höchstarbeitszeiten und Ruhezeiten rechtlich nicht möglich. Kritisiert wird vor allem das starre System der täglichen Acht-Stunden-Grenze mit elf Stunden Ruhezeit, das in vielen Branchen nicht mehr zur modernen Arbeitsrealität passt. Arbeitgeber fordern vor allem mehr Planungssicherheit, Flexibilität und weniger Bürokratie.

Frauen in Führungspositionen
"Frauen sind in Führungspositionen in Deutschland weiterhin deutlich unterrepräsentiert."
Im Jahr 2024 war nur knapp jede dritte Führungskraft weiblich (29,1 Prozent) – ein Wert, der seit zehn Jahren nahezu stagniert und deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 35,2 Prozent liegt. Während Länder wie Schweden, Lettland oder Polen deutlich höhere Frauenanteile in Führung verzeichnen, bleibt Deutschland im europäischen Vergleich zurück.

Beschäftigung im Rentenalter
Mit dem Rentenpaket hat der Bundestag die Beschäftigung von Rentnerinnen und Rentnern deutlich erleichtert. Zentrale Elemente sind die Einführung der Aktivrente und die Abschaffung des Anschlussverbots nach Erreichen der Regelaltersgrenze. Ziel ist es, Anreize für längeres Arbeiten zu schaffen und Unternehmen bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen.

Verlängerung des Kurzarbeitergeldes
Die Bundesregierung plant die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes zu verlängern ~ die Verlängerung soll noch im Dezember 2025 offiziell verabschieden werden.

Urlaubsverfall und Urlaubsübertragung
Nach dem Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) muss der Jahresurlaub grundsätzlich im laufenden Kalenderjahr genommen werden (§ 7 Abs. 3 BUrlG). Eine Übertragung ins Folgejahr ist nur möglich, wenn dringende betriebliche oder persönliche Gründe vorliegen – etwa Krankheit, Pflege von Angehörigen oder saisonbedingte Auftragslagen. Dann muss der Resturlaub bis spätestens 31. März genommen werden; ein Antrag ist nicht nötig.

Mindestlohn: Anhebung im Januar 2026
Das Bundeskabinett hat die Fünfte Mindestlohnanpassungsverordnung beschlossen. Damit erhöht sich der gesetzliche Mindestlohn zum 1. Januar auf 13,90 Euro. In einer zweiten Stufe wird er 2027 auf 14,60 Euro angehoben.


PERSONAL. BERATUNG. ZUKUNFT. ~ UNSERE HERZENSANGELEGENHEIT






