Frauen in Führungspositionen in Deutschland
Frauen sind in Führungspositionen in Deutschland weiterhin deutlich unterrepräsentiert
Im Jahr 2024 war nur knapp jede dritte Führungskraft weiblich (29,1 Prozent) – ein Wert, der seit zehn Jahren nahezu stagniert und deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 35,2 Prozent liegt. Während Länder wie Schweden, Lettland oder Polen deutlich höhere Frauenanteile in Führung verzeichnen, bleibt Deutschland im europäischen Vergleich zurück.
Dies ist umso bemerkenswerter, als Frauen in Deutschland fast genauso häufig erwerbstätig sind wie Männer: Ihr Anteil an allen Beschäftigten lag 2024 bei 46,9 Prozent und damit sogar leicht über dem EU-Durchschnitt. Dennoch spiegelt sich diese starke Erwerbsbeteiligung nicht in den Führungsetagen wieder. Andere Länder wie Österreich zeigen, dass bei ähnlicher Erwerbsquote deutlich höhere Frauenanteile in Leitungspositionen möglich sind.
Etwas positiver fällt das Bild in kleinen und mittelständischen Unternehmen aus. In Betrieben mit weniger als 500 Mitarbeitenden sind rund 41 Prozent der Führungskräfte Frauen. Besonders hoch ist der Frauenanteil im Gesundheitswesen, in der Kommunikationsbranche und im öffentlichen Dienst, während technische Branchen wie Maschinenbau oder Energie weiterhin Nachholbedarf haben.
Trotz politischer Zielsetzungen und öffentlicher Bekenntnisse hat sich der Frauenanteil in Führungspositionen in Deutschland insgesamt kaum verbessert – im Gegensatz zu vielen anderen EU-Staaten, in denen deutliche Fortschritte erzielt wurden.
